| These are Conny's thoughts about our arrival in Chengdu (from Aug 17). Ja, wir haben es geschafft: mit Sack und Pack, und weder eine Tasche oder ein Kind verloren zu haben, sind wir genau nach Zeitplan in Chengdu (China, Provinz Sichuan) angekommen! Und uns gefällt es - allen eigenen und uneigenen Unkenrufen zum Trotz - bisher sehr gut. Der Flug verlief erstaunlich gut - Sophia und Emmi haben gut geschlafen und wir eigentlich auch. Für Sophia war das Tollste, dass sie an ihrem Sitz ihren eigenen Fernseher hatte, auf dem sie Sesamstraße und Miffi ansehen konnte. Und natürlich der Flughafen in Amsterdam mit geschenkten Luftballons und Laufbändern (wie heißen die eigentlich... Nate nennt sie "people movers") soweit das Auge reicht. Unser Freund Tang hat uns dann hier am Flughafen begrüßt und uns geholfen unser Gepäck (8 Koffer/ Taschen/ Rucksäcke) und uns in zwei Taxis zu buggsieren (wobei der Fahrer lässig im Auto sitzen blieb... die können sich das hier leisten). Dass wir dabei den Kinderwagen nicht verloren haben (ja, wir haben ihn doch mitgenommen...), ist ein kleines Wunder, denn der hing während der ganzen Fahrt (bei bis zu 100 km/h) halb aus dem Kofferraum, weil er zu sperrig ist. Achja, und natürlich hatte das Taxi Schonbezüge, aber keine Klicker für die Gurte (die waren ja darunter versteckt). Ihr könnt euch denken, wie ich mich mit Emmi auf dem Arm und Sophia neben mir gefühlt habe! Aber wir sind gut angekommen und müssen uns für zukünftige Taxifahren eine Strategie überlegen... Das Wetter hier ist wie angekündigt: schwülwarm und immer bedeckt. Uns erinnert es an das Klima in Housten, und es riecht auch so ähnlich hier (obwohl die Luft doch nicht so schlecht ist, wie ich befürchtet hatte - wir wurden bisher von Hustenanfällen u. ä. verschont). Sophia gab heute allerdings bekannt, dass sie "den Regen so mag" und "spazieren gehen" möchte... In der Nähe gibt es auch tatsächlich einen Park, den "Volkspark", der allerdings ziemlich unter der Verschmutzung und den vielen Spaziergängern zu leiden hat. An jeder Ecke gibt es etwas zu kaufen (Essen, Bücher, Spielzeug) und man findet Tai Chi, Meditation und - nicht immer zur Erholung geeignet - Karaoke, wobei hier besonders weibliche Talente auf eine Entdeckung hoffen, indem sie - mehr oder weniger gekonnt - besonders hohe Töne anschlagen. Bei einem Spaziergang durch den Park werden wir schon eher verwundert oder neugierig angesehen, auch um Fotos gebeten (ein Angebot, das Sophia jedesmal ausschlägt...), aber im Großen und Ganzen auf sehr freundliche Art und Weise. Allerdings: am Flughafen in Amsterdam wurde Emmi von einer Frau Nates Armen entnommen und erst einmal eine Runde getragen, geknuddelt und geküsst (was sie eher mit Erstaunen hinnahm), und selbst meine Bitte, das Kind zurück zu geben wurde ignoriert. Erst als ich offensiv mein Baby der Frau wegnahm, waren wir wieder beruhigt, doch hätte ich sie vielleicht doch selbst halten sollen, denn schon 5 Minuten später wiederholte sich die Szene ;) Das war nicht schlimm, aber seither sind Nate und ich besser auf solche Situationen vorbereitet... Unser Treffen mit der "Grandma" im Hotel verlief auch ohne Probleme (sie war schon einen halben Tag länger da und konnte die Nachtzeit dort ausgiebig zum Schlafen nutzen), und sie und Sophia haben sich sofort (wieder) gut verstanden. Neue Spielsachen helfen bei sowas natürlich. Das ist sehr praktisch, denn die beiden teilen sich ein Zimmer. Das Hotel ist gut klimatisiert (hätte nicht gedacht, dass ich sowas mal schreibe...), was die Luft auch trocken hält. Anderfalls wäre es wirklich ziemlich ungemütlich hier. Wir wohnen ziemlich weit im Zentrum, und eine große Straße führt vor dem Hotel vorbei. Und als wäre nicht genug Platz, fahren auf dem Fußweg außer Fahrrädern auch gleich noch Mopeds. (Inzwischen ist die Mitte des Fußwegs also ein Rad-/ Mopedweg geworden.) Ein Foto davon habe ich leider noch nicht. Gestern waren Sophia und ich auch mal "einkaufen". Obwohl der Laden sehr klein war, gab es eine Unmenge an Knabbersachen und Getränken. Am Ende hatten wir eine lustige Sammlung davon, wobei Sophia die Reis-Puffs (wie heißt das auf Deutsch? wird "Puffreis" wirklich noch verwendet???) mit Weinbeergeschmack am liebsten mochte. Überhaupt ist sie sehr fröhlich und möchte alles ausprobieren: das Telefon natürlich, Essstäbchen, die grüne Seife, Parkbänke, Seifenblasenpuster, alle möglichen Knöpfe, den Wasserautomaten im Hotelzimmer ("Mama, möchtest du Wasser?" fragt sie mich sonst nie...) Thema Essen: Wir sind derzeit noch etwas konservativ, was unsere kulinarischen Abenteuer angeht. Reis und Nudeln, möglichst "bu la" (nicht scharf), sowie Hefeknödel ("bao zi") und Obst. Aber es ist ja erst unser 3. Tag... Wohnungssuche: Nate hat gestern den ganzen Tag damit zugebracht, zusammen mit Tang Wohnungen zu besichtigen (mit einer (chin.) Maklerin von "Century 21", einer amerikanischen Immobilienmakler-Kette), und wir sind jetzt schon ganz zufrieden mit der Auswahl. Heute schaut er sich noch eine Maisonettenwohnung an, was für die Zweiteilung zwischen Saunders-Familie und Grandma ganz praktisch. Aber es scheint so, dass wir wahrscheinlich sogar eine Wohnung mit Zentralheizung haben werden, was mich sehr erleichtert, weil der Winter hier so nasskalt sein soll. Ich hoffe, nun endlich alle eure ersten (ungestellten) Fragen beantwortet zu haben, und damit das "Schreib mal, wenn ihr da seid." erstmal getan zu haben. |
Thursday, August 19, 2010
Subscribe to:
Post Comments (Atom)
No comments:
Post a Comment